Olaf Feuerborn (CDU) zu Windkraft in Muldestausee: Ein Projektvorschlag überzeugt
Muldestausee/Magdeburg, 20.05. – Im Rahmen eines Informations-Besuches in der Gemeinde Muldestausee hat sich der Landtagsabgeordnete Olaf Feuerborn (CDU) auf Flächen vor Ort über die Windkraftplanung in der Gemeinde informiert und im Rahmen einer Informationsveranstaltung mit Beteiligten sowie Vertretern einer Bürgerinitiative gesprochen. Er verstehe, dass einige Anwohner sich grundsätzlich gegen Windkrafträder im Wald aussprechen, wies aber auf die Notwendigkeit heimischer Energieerzeugung hin und plädierte dafür, sich vorliegende Planungen genau auf deren Vor- und Nachteile hin anzuschauen.
So habe der Entwickler ABO Energy auf den Flächen des sog. Bereichs 11 ein schlüssiges Konzept vorgelegt. Besonders freue ihn, dass mit den Stadtwerken Halle ein lokaler Partner und Investor gewonnen werden konnte, der bereits in Dessau und Wittenberg sehr erfolgreich Projekte mit erneuerbaren Energien realisiert hat. Die Hallenser EVH GmbH wird den fertigen Windpark betreiben und einen Bürgerstromtarif für alle Anwohner anbieten, der jährlich mit 200.000 Euro bezuschusst werden soll. So profitieren die Nachbarn des Windparks direkt von günstigem Ökostrom. Ein weiterer Vorteil: Anders als konkurrierende Planungen in der Region ist der geplante Windpark nicht 1.000, sondern mehr als 2.000 Meter entfernt von der nächsten Wohnbebauung. Auch habe ihn überzeugt, dass der Naturschutz dabei ebenfalls berücksichtigt wird. Das Planungsgebiet ist größtenteils geprägt von einem forstwirtschaftlich genutzten Nadelholzbestand, dem seit Langem regelmäßig Holz entnommen wird. Darüber hinaus ist der Wald durch Emissionen aus der Braunkohlenutzung geschädigt, so sein Augenschein.
Er hat auch den Eindruck gewonnen, dass die Potentialfläche 11 für die Erzeugung von Windstrom deutlich besser geeignet ist als die Potentialfläche 34, auf der eine konkurrierende Planung von RWE stattfindet. Niedrigere Schall-Immissionen im Wohngebiet, größerer Abstand zu Siedlungen, kein Schattenwurf auf Häuser und eine deutlich höhere Wertschöpfung für die Gemeinde aus dem Akzeptanzgesetz sprechen nach seinem Eindruck für die Planung des Windparks 11. Werden diese neun Anlagen realisiert, profitiert die Gemeinde Muldestausee zudem jährlich von rund 530.000 Euro. In zwanzig Jahren summiert sich diese Summe auf mehr als zehn Millionen Euro. Ein Viertel davon kommt den umliegenden Ortsteilen direkt zugute.
An die Gemeindevertreter richtete er den Appell, sich die vorliegenden Planungen für Muldestausee genau anzuschauen und nun die für die Gemeinde richtige Lösung zu treffen. Noch habe die Gemeinde das Verfahren selbst in der Hand, so Feuerborn. Sonst übernehme die Regionalplanung. Es gehe dabei nicht mehr um das „Ob“, sondern um das „Wie“ der Umsetzung, so Feuerborn. Die für die Anwohner vorteilhafte Option liege dabei klar auf dem Tisch, so sein Fazit.
Kontakt:
Olaf Feuerborn
Kurze Str. 6
CDU Kreisverband Anhalt-Bitterfeld
06366 Köthen
E-Mail: ma.01@olaffeuerborn.de
Tel.: 03496/310031